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2011
Was bringt mir eine Neuwertversicherung?

Wenn ein Schaden eintritt, ist es gut, versichert zu sein. Doch viele Versicherungen ersetzen nur den Wert, den ein Gegenstand zum Zeitpunkt des Schadensfalles hatte. Bei KFZ bedeutet dies etwa, dass der Wert eines Wagens bereits bei der Fahrt vom Autohändler nach Hause über 10% seines Neuwagenwertes verliert. Sieht die Versicherungspolice jedoch vor, dass sie den Preis für einen gleichwertigen neuen ersetzt, dann handelt es sich um eine Neuwertversicherung.
Typische Verträge dieser Art findet man bei Hausratversicherungen. Sollte zum Beispiel bei einem Wohnungsbrand Ihre Espressomaschine zerstört werden, so bekommen Sie von der Versicherung den ursprünglichen Einkaufswert erstattet. Eine Wertminderung durch Alter oder Abnutzung fließt in diese Berechnung nicht mit ein.
Eine Variante dieser Versicherungsform ist die gleitende Neuwertversicherung. Sie findet sich üblicherweise bei Gebäudeversicherungen. Hier setzt man keinen absoluten, zeitunabhängigen Wert eines Objektes fest, sondern berücksichtigt auch zeitabhängige Faktoren wie Kostenveränderungen im Bauwesen, etwa steigende Lohn- und Materialkosten. Auf der Grundlage des sogenannten Versicherungswertes 1914 ermittelt sich dann der jeweilige aktuelle Wert aus einer Berechnung mehrerer Faktoren: Kauf- oder Baupreis und Sachverständigenbewertung multipliziert mit dem Baupreisindex vom statistischen Bundesamt.
Abgesehen von den mathematischen Berechnungen bei Immobilienversicherungen, die für Laien oftmals nur schwer verständlich sind, ist die Versicherung des Neuwertes für Verbraucher ansonsten sehr transparent und profitabel. Vor dem Abschluss eines Vertrages sollte man sich daher informieren, welche Versicherungsform jeweils gilt – Zeitwert, Neuwert oder gleitender Neuwert. Insbesondere bei Elektronik-Geräten ist die Wertminderung nach kurzer Nutzungszeit so hoch, dass es auf jeden Fall lohnt, auf eine entsprechende Versicherung zu achten.
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